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Klinisch relevant – Fasst die wichtigsten Merkmale der Pathologie der Multiplen Sklerose zusammen: Oligodendrozytenverlust, Demyelinisierung, Gliose und motorische Dysfunktion.
Quantifizierbare Endpunkte – Körpergewicht, Rotarod-Test (motorische Koordination), Myelinflächenmessung (Histologie), Luxol-Fast-Blue-Färbung und -Bewertung.
Mechanismusgesteuert – Cuprizon induziert Oligodendrozyten-Stress durch Kupferchelatbildung, was zu mitochondrialer Dysfunktion und Apoptose mit anschließender Glia-Aktivierung führt.
Translationaler Wert – Ideal zum Testen remyelinisierender Therapien, neuroprotektiver Wirkstoffe und entzündungshemmender Medikamente gegen Multiple Sklerose und andere demyelinisierende Erkrankungen.
IND-fähige Datenpakete – Studien können gemäß den GLP-Grundsätzen durchgeführt werden.
Cuprizon-induziertes Demyelinisierungsmodell

• Wirksamkeitsprüfung remyelinisierender Therapien (Anti-LINGO-1, Muskarinrezeptor-Antagonisten, Schilddrüsenhormonagonisten)
• Bewertung neuroprotektiver Wirkstoffe und entzündungshemmender Medikamente bei Multipler Sklerose
• Zielvalidierung für das Überleben und die Differenzierungswege von Oligodendrozyten
• Entdeckung von Biomarkern (Myelinproteine, Gliamarker)
• IND-ermöglichende Pharmakologie- und Toxikologiestudien
Parameter |
Spezifikation |
Art/Stamm |
C57BL/6-Maus |
Induktionsmethode |
Nahrungsverabreichung von 0,2–0,5 % Cuprizon gemischt mit normalem Nagetierfutter über 3–6 Wochen |
Studiendauer |
3–8 Wochen (Demyelinisierungsphase) + optional 2–6 Wochen (Remyelinisierungsphase nach Cuprizon-Entzug) |
Wichtige Endpunkte |
Körpergewicht, Rotarod-Test (motorische Koordination), Myelinflächenmessung (Histologie, Corpus callosum), Luxol-Fast-Blue-Färbung und -Bewertung, Immunhistochemie für Oligodendrozyten (CC1, Olig2), Astrozyten (GFAP), Mikroglia (Iba1), optional: Elektronenmikroskopie für Myelindicke, qPCR für Myelin-Gene (MBP, PLP, MAG) |
Datenpaket |
Rohdaten, Analyseberichte, Verhaltensdaten, Histologie-Objektträger (LFB, IHC), Bildanalysedateien, Bioinformatik (optional) |
F: Wie induziert Cuprizon die Demyelinisierung?
A: Cuprizon ist ein Kupferchelatbildner, der die Mitochondrienfunktion in Oligodendrozyten stört und zu metabolischem Stress, oxidativen Schäden und Apoptose führt. Dies löst eine Mikroglia-Aktivierung und Phagozytose von Myelinresten aus, was zu einer Demyelinisierung, insbesondere im Corpus callosum, führt.
F: Was sind die wichtigsten Gemeinsamkeiten mit der menschlichen Multiplen Sklerose?
A: Das Modell weist Oligodendrozytenverlust, primäre Demyelinisierung, Astrogliose, Mikroglia-Aktivierung und motorische Funktionsdefizite auf. Im Gegensatz zu EAE fehlt ihm eine signifikante periphere Immunkomponente, was es ideal für die Untersuchung zentraler Demyelinisierungs- und Remyelinisierungsprozesse macht.
F: Kann dieses Modell für IND-fähige Studien verwendet werden?
A: Ja. Studien können gemäß den GLP-Grundsätzen für Zulassungsanträge (FDA, EMA) durchgeführt werden.
F: Bieten Sie maßgeschneiderte Studienprotokolle an (z. B. unterschiedliche Cuprizon-Konzentrationen, Dauer, Remyelinisierungsstudien)?
A: Absolut. Unser wissenschaftliches Team passt Cuprizon-Dosierungsschemata, Studienzeitpläne (akute vs. chronische Demyelinisierung, Remyelinisierungsphase) und Endpunktanalysen an Ihren spezifischen Medikamentenkandidaten an.